#18

„Zukunft gemeinsam gestalten."

Nick Potter

Nick Potter hat das studio formagora zusammen mit Esra Heuermann und Finn Blankenberg 2022 gegründet. Die drei Tischler lernten sich an der Akademie für Gestaltung in Münster kennen. Durch ein gemeinsames Projekt, bei dem es um die Möblierung rund um die Heilig-Kreuz-Kirche ging, entdeckten sie ihr Interesse an der „Partizipativen Gestaltung“. Sie wagten mit der Idee die Selbständigkeit.

Dieser Ansatz wird ergänzt durch die Haltung, dass der Wert der Dinge im Mittelpunkt stehen müsse. Das Bewahren von Material sollte somit eine zentrale Rolle im Gestaltungsprozess spielen. Nick Potter fordert entsprechend, dass die Gesellschaft ihr Handeln überdenken solle. Es kann nicht mehr um Wachstum gehen, sondern Suffizienz und Resilienz müssen im Vordergrund stehen. Letztlich geht es dem Gründer darum, dass die Wirtschaft zum „Guten Leben für alle“ beiträgt. Das gelingt seiner Meinung nach nur durch eine sozial-ökologische Transformation.

Die Strategien der Kreislaufwirtschaft, die sogenannten R-Strategien, werden bei studio formagora konsequent umgesetzt – von Refuse über Reuse bis Recycle. Dass dabei starkes Design entstehen kann, belegt der German Design Award in der Kategorie New Comer, den das Büro 2024 erhalten hat.

Es gibt aber noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Insbesondere die Materialbeschaffung stellt sich oft als schwierig dar. Durch die gute Vernetzung in Münster, wie die Kooperation mit den Abfallwirtschaftsbetrieben oder der FH Münster, kann diese Hürde – wenn auch mit viel Aufwand – jedoch genommen werden.

Über studio formagora

Das Designbüro studio formagora wurde 2022 in Münster gegründet. Gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden werden in enger Absprache Projekte, Produkte und Konzepte entwickelt. Der öffentliche Raum, Begegnung und Handwerk sind dabei Kernelemente der Arbeit. Das Büro wird mittlerweile von Nele Heise, Esra Heuermann, Finn Blankenberg und Nick Potter geführt.